§ 11 Erlaubnispflicht für Hundetrainer

Seit dem 01.08.2014 gilt eine Erlaubnispflicht für jeden, der gewerbsmäßig für Dritte Wirbeltiere (also auch Hunde) ausbildet oder die Ausbildung von Wirbeltieren durch Tierhalter anleitet (§ 11 Abs. I Nr. 8 (f) TierSchG). Gewerbsmäßig bedeutet, dass die Tätigkeit selbstständig, fortgesetzt, planmäßig und mit der Absicht Gewinn zu erzielen, ausgeübt wird.

Ein Antrag auf Erlaubniserteilung muss beim dem örtlichen Veterinärsamt des Kreises (Landkreise in Deutschland: 294) erfolgen, in dem die gewerbsmäßige Tätigkeit angemeldet ist/wird. Der Wohnort ist hierfür nicht ausschlaggebend.

Es gibt keine bundeseinheitliche Regelung in Bezug auf § 11 (Erlaubnispflicht für Hundetrainer). Die Erlaubniserteilung ist daher eine Einzelfallentscheidung, die von den aufgestellten Anforderungen des einzelnen Kreises, eventuell sogar des einzelnen Mitarbeiters abhängig ist.

Die zuständigen Behörden sind dazu angehalten, sich von der Sachkunde des Antragsstellers zu überzeugen, in welcher Weise dies geschehen soll ist jedoch nicht einheitlich festgelegt.  


 

Folgende Unterlagen muss der Antragsteller grundlegend einreichen:

  1. Ein Anschreiben, in dem die Antragstellung erklärt wird und um positiven Bescheid des Antrages gebeten wird. Wir halten für unsere Absolventen ein vorformuliertes Anschreiben bereit, das durch eine Tabelle aller von uns vermittelten Seminarinhalte ergänzt wird. Diese Tabelle zeigt auf, welche für die Ausübung der gewerblichen Tätigkeit nach Paragraph 11 relevanten Inhalte in welchem Seminar vermittelt werden.
  2. Ein polizeiliches Führungszeugnis muss eingereicht werden. Dies muss beim Einwohnermeldeamt persönlich und unter Vorlage des Personalausweises beantragt werden. Die Prüfung und Zustellung benötigt einige Wochen. Das polizeiliche Führungszeugnis ist Gebührenpflichtig.
  3. Ein tabellarischer Lebenslauf mit Auflistung der absolvierten Aus-, Weiter- und Fortbildungen mit Belegen muss eingereicht werden. Unser Studiums-Abschlussbericht belegt alle besuchten Seminare des Studiengangs und listet alle Prüfungsergebnisse einzelnd auf.
  4. Eine Tätigkeitsbeschreibung inklusive der räumlichen Gegebenheiten (Trainingsgelände, mobile Hundeschule, Räume, umzäunte Flächen inklusive der Zaunmaterialien und –Höhe etc.).
  5. Gewerbeschein, sofern dieser bereits vorhanden ist.

 


 

  • Der Antrag auf Erlaubniserteilung kann auf Grundlage der eingereichten Unterlagen erfolgen. Die Erlaubniserteilung ist kostenpflichtig.
  • Es kann jedoch auch ein Prüfungsgespräch mit dem zuständigen Amtsveterinär oder einer anderen sachkundigen Person verlangt werden. Dieses Prüfungsgespräch ist kostenpflichtig. Die Absolventen unseres Studiums werden durch die Inhalte aller Seminare und die Kundengespräche in den Seminaren des Moduls „Didaktik und Methodik“ sowie das Prüfungsgespräch der Abschlussprüfung auf dieses Gespräch vorbereitet.
  • Das Veterinäramt kann auch eine Hospitation oder Unterrichtsbegutachtung verlangen, bei der die Tätigkeitsausübung durch eine sachkundige Person bewertet wird. Auch diese Hospitation/Begutachtung ist kostenpflichtig. Die Absolventen unseres Studiums werden durch die praktischen Inhalte und die Anleitung von Kunden während der Seminare des Moduls „Didaktik und Methodik“ auf dieses Begutachtung vorbereitet.
  • Die zuständige Behörde kann eine kostenpflichtige theoretische Prüfung verlangen, die aus einem Multiple Choice Test besteht. Dieser Test ist kostenpflichtig. Die Absolventen unseres Studiums werden durch die Inhalte aller Seminare und die Multiple Choice Tests der Abschlussprüfung auf diese Prüfung vorbereitet.
  • In einigen Kreisen wurde die Erlaubnis nach § 11 TschG ohne weitere Prüfung erteilt, in anderen wurde ein zusätzliches Gespräch mit dem Antragssteller geführt.
  • In einigen Kreisen wurde eine theoretische Prüfung verlangt.
  • Leider gibt es keine einheitliche Regelung und bisher auch keinen positiven Bescheid zur Gleichstellung einer Ausbildung mit der Prüfung der Behörden.

Auch wir haben einen Antrag auf Gleichstellung beim zuständigen Ministerium in Schleswig Holstein gestellt und uns wurde mitgeteilt, dass dies in keinem Bundesland bisher erfolgt sei und aufgrund dessen das Ministerium trotz der umfassenden und ausreichenden Ausbildungsinhalte keine Ausnahme machen kann.

 

In 2017 wurde gerichtlich festgestellt, dass es nicht zulässig ist grundsätzlich eine Prüfung vor der Tierärztekammer zur Erlangung der Genehmigung nach § 11 TSchG zu verlangen. Zum einen weil dies der Regelung der Einzelfallentscheidung widerspricht, zum anderen, weil diese Prüfungen juristisch nicht gleichgestellt sind.

Es wird in folgendem Artikel empfohlen alle Ausbildungsinhalte (inklusive Skripte) einzureichen und so nachdrücklich auf eine individuelle Prüfung hinzuwirken.

 

Wir unterstützen unsere Absolventen bei der Antragsstellung nach Kräften und möchten alle dazu ermutigen auf eine Einzelfallentscheidung hinzuwirken. Die Inhalte des Studiums „Berater für Kynogogik“ gehen über die geforderte Sachkunde deutlich hinaus.

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