AUSBILDUNG ZUM TEAM FÜR TIERGESTÜTZTE INTERVENTION
THERAPIE-BEGLEITHUND - BESUCHSHUND - SCHULHUND

mit Dr. Rainer Wohlfarth und Bettina Mutschler, den Autoren von "Die Heilkraft der Tiere"
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TEIL 1
10. – 14. August 2020

 

TEIL 2
19. – 23. Oktober 2020



TIERE HABEN IN UNSEREM LEBEN EINE GROSSE BEDEUTUNG

Es braucht kein spezielles Wissen, um das Potenzial der tiergestützten Arbeit ermessen zu können. Man muss nur Kinder beobachten, die ihrem Haustier all ihre Nöte und Sorgen anvertrauen oder zuschauen, wie sie lernen, Verantwortung für andere übernehmen, wenn sie sich um ihr Haustier kümmern. Es gehört inzwischen beinahe zum Allgemeinwissen, dass unsere Beziehung zu Tieren uns nicht nur Freude bringt, sondern auch unsere Gesundheit fördert. Tiere scheinen uns auf intuitive Weise positiv zu beeinflussen. Diese faszinierende Wechselwirkung der Mensch-Tier-Beziehung wird in tiergestützten Interventionen systematisch eingesetzt.

Inzwischen werden Hunde bei der Förderung und Behandlung in Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Psychotherapie, Sozialarbeit und Pflege eingesetzt. Auch in Schulen oder Kindergärten sind Hunde heute oft gefragte Co-Pädagogen. Dass Hunde durch ihr spezifisches Wesen und Verhalten oft Interventionen erst möglich machen und ihre Wirkung unterstützten, bestreitet heute fast niemand mehr.


Die allgemeinen Ziele des Einsatzes eines Hundes können sehr vielfältig sein. Es kann um Hilfe bei der Wiederherstellung und Erhaltung der körperlichen, kognitiven und emotionalen Funktionen gehen oder um die Unterstützung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche für Alltagsaktivitäten wichtig sind. Tiergestützte Interventionen mit Hunden fördern auch das Einbezogensein in die jeweilige Lebenssituation. Aufgabe ist es also im jeweiligen Berufsfeld mitzuhelfen, Menschen in ihrem Bedürfnis nach Linderung der Beschwerden, nach Autonomie und personaler und sozialer Integration zu unterstützen.

Um Hunde tiergerecht, individuell mit einem vielfältigen Methodenrepertoire und professionell in den Arbeitsalltag integrieren zu können, bedarf es jedoch wichtiger Zusatzkompetenzen zum allgemeinen Bereich der tiergestützten Intervention und den Spezialbereichen hundegestützter Aktivität/ Therapie/ Pädagogik. Diese möchten wir Ihnen mit unserer Weiterbildung praxisorientiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten, bieten. Die Ausbildung findet in einem kleinen Kreis von in der Regel max. acht Teilnehmern statt. So ist ein individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse von Mensch und Hund möglich.

 

DIE AUSBILDUNG

Ani.Motion hat sich zum Ziel gesetzt, verantwortungsvolle Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Partner zu einsatzfähigen Teams in der tiergestützten Therapie, Pädagogik und Aktivitäten auszubilden. Die Ausbildung der Teams erfolgt in Theorie und Praxis.

Ziel ist es, dass Sie und Ihr Hund in der Lage sind, als Team zu kommunizieren, die vielseitigen Möglichkeiten und Grenzen des tiergestützten Einsatzes mit Klienten zu erkennen und dies für den Hund tiergerecht umzusetzen. Des Weiteren möchten wir Ihnen grundlegende notwendige theoretische Kenntnisse im hundefachbezogenen und organisatorischen Bereich des tiergestützten Einsatzes, sowie die praktische Umsetzung des Erlernten vermitteln

 

KONZEPT: VIERBEINIGE PARTNER UND VERANTWORTUNGSVOLLE HUNDEBESITZER

Die Basis tiergestützter Interventionen ist die Beziehungs- und Prozessgestaltung im Beziehungsdreieck Klient – Tier – Bezugsperson/Fachperson. Aus unserer Sicht ist die Qualität tiergestützter Therapie entscheidend von der Mensch-Tier-Beziehung abhängig. Eine positive Wirkung eines Tieres ergibt sich nur dann, wenn eine konstante, intensive, positive und partnerschaftliche Beziehung zwischen Tier und Bezugsperson vorliegt.

Die Verantwortlichen für die Tiere sollten abschätzen können, ob ihre Tiere bestimmte Einsätze bei bestimmten KlientInnen und in bestimmten Situationen leisten können. 

 

DABEI GEHT ES UM:

  •  das Beachten und Befolgen der vom Tier „angebotenen“ Potentiale bei seiner Ausbildung und im späteren Einsatz,
  •  Vertrautheit in der Kommunikation zwischen Tier und Therapeut/Pädagoge bei der Zuweisung von Aufgaben,
  •  Stresssignale oder Zeichen der Überforderung sollten zuverlässig erkannt werden
  •  die körperliche und psychische Gesundheit der Tiere und ihr Wohlbefinden ist ebenso ständiges Anliegen wie
  •  Sicherheit von Klienten und Tieren
     
     

 

BESONDERES AUGENMERK

Ein besonderes Augenmerk liegt bei uns auf einem beziehungsorientierten Umgang mit dem Hund. Denn eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund ist Grundvoraussetzung, um als die Mensch-Hund-Team erfolgreich zu sein. Wir arbeiten daher auf Grundlage einer „bindungsgeleiteten Hundeerziehung“. Sicherheit vermitteln, Bedürfnisse befriedigen, Struktur und Orientierung bieten, supportive Leadership, aber auch gemeinsame Aktivitäten starten und zusammen Ruhe und Entspannung genießen – all dies macht eine sichere Bindung zum Hund aus, welche für tiergestützte Interventionen essentiell ist. Dabei geht es mehr darum, eine Haltung zu finden als einen bestimmten Trainingsansatz. Denn Bindung ist ein tief verankertes, existenzielles Bedürfnis, das sich fördern und vertiefen, aber nicht trainieren lässt. 

Ein besonderes Augenmerk muss bei der tiergestützten Arbeit auf dem Schutz des Tieres liegen. Die eingesetzten Tiere dürfen nicht instrumentalisiert, ausgebeutet oder überfordert werden. Eine artgerechte Haltung von Tieren, die in tiergestützten Interventionen eingesetzt werden, ist nicht nur durch das Tierschutzgesetz oder die Befriedigung der Grundbedürfnisse gegeben.

 

DAHER IST UNS WICHTIG:

  •  Vermeidung von Überforderung des Hundes
  •  Stärkung der Beziehung zwischen Mensch und Hund
  •  Stärkung des Vertrauens des Hundes zu seinem Menschen
  •  Keine Instrumentalisierung des Hundes
  •  Beachtung der natürlichen Bedürfnisse des Hundes
  •  Individuelle Betreuung der zukünftigen Therapiehundeteams und deren Fragen
  •  Eingehen auf rassebedingte Unterschiede (z. B. Lernverhalten, Aktivitätsgrad)
     
     
     

 

DAUER UND UMFANG

Die Ausbildung umfasst 36 Einheiten Theorie und 36 Einheiten Praxis. Somit umfasst die gesamte Fortbildung einen Umfang von 72 Unterrichtseinheiten, die auf neun bzw. zehn Tage verteilt werden.

Der Wechsel von theoretischen und praktischen Inhalten ist uns für ein besonderes Anliegen. Somit wird Wissensvermittlung sowie Lernerfolg unterstützt und ermöglicht.

Die theoretische Prüfung findet in Form eines online Multiple-Choice-Tests statt, der von zu Hause bearbeitet werden kann. Die ca. 30minütige praktische Prüfung findet nach Absprache statt. Der Zeitpunkt wird von jedem Mensch-Hund-Team individuell bestimmt.

Zudem werden die Mensch-Hund-Teams bei drei Einsätzen in der Praxis begleitet bzw. per Video supervidiert.

 

          DER ABSCHLUSS IST ESAAT ZERTIFIZIERT

 

AUSBILDUNGSINHALTE

THEORIE

THEORIE

  • Mein Job als Therapiehund - Ausbildung und Einsatz
  • Vom Welpen zum Junghund
  • Hunde und ihr Verhalten: Sozialverhalten und Kommunikation
  • Hunde und ihr Verhalten: Lernverhalten, Stress
  • Anatomie und Erste Hilfe
  • Demonstration Therapiehunde-Teams im Einsatz
  • Einschätzung des Hundes und seines Ausbildungsstandes
  • Kommunikation in therapeutischen Situationen
  • Körperliche Krankheitsbilder / Anwendung TgT
  • Pädagogik 1 - Kindergarten / Anwendung TgP
  • Psychische Krankheitsbilder / Anwendung der TgT
  • Pädagogik 2 - Schule / Anwendung TgP
  • Recht, Hygiene, Ethik
  • Organisation einer tiergestützten Therapie
PRAXIS

PRAXIS

  • Sozialverhalten des Hundes mit dem Menschen
  • Sozialverhalten mit anderen Tieren
  • Kontrollierbarkeit und Beeinflussbarkeit
  • Mensch – Hund Beziehung
  • Spezifische Situationen bei tiergestützter Therapie und Aktivität
  • Vertiefte praktische Übungen und Prüfungsvorbereitung


UM ALS MENSCH-HUND-TEAM ERFOLGREICH ZU SEIN, IST EINE SEHR GUTE BEZIEHUNG ZWISCHEN DIR UND DEINEM HUND GRUNDVORAUSSETZUNG. WIR ARBEITEN AUF GRUNDLAGE DER BINDUNGSGELEITETEN HUNDERZIEHUNG UND KYNOGOGIK®.


  

PRÜFUNG

PRÜFUNG

  • Theorie: 30 Fragen

  • Praxis: Verhalten des Mensch-Hund-Teams in unterschiedlichen Situationen, welche im therapeutischen oder pädagogischen Alltag vorkommen können

  • Assistenzbesuche: Nach erfolgreich absolvierter praktischer und theoretischer Prüfung folgen 3 Assistenzbesuche (bzw. Besuche unter Supervision), die ebenfalls positiv bewertet werden müssen.
ZERTIFIZIERUNG

ZERTIFIZIERUNG

Wir unterscheiden bei der Zertifizierung nach der berufliche Qualifizierung des Seminarteilnehmers.
  • Zertifiziertes Therapiebegleithund-Team
  • Alle Absolventen aus therapeutischen, pädagogischen und medizinischen Berufsgruppen können nach erfolgreicher Absolvierung des Seminars den o.g. Titel erhalten.
  • Zertifiziertes Therapiebegleithund-Team – qualifiziert für Besuchshundeeinsätze
  • Interessierte Menschen ohne berufliche bezugnehmende Fachqualifizierung erhalten nach erfolgreichem Abschluss des Seminars den o.g. Titel.
TEIL 1

TEIL 1

10. – 14. AUGUST 2020

Mo / Di / Do / Fr 9.00 – 16.45 h
Mi 9.00 – 12.30 h

TEIL 2

TEIL 2

19. – 23. OKTOBER 2020

Mo / Di / Do / Fr 9.00 – 16.45 h
Mi 9.00 – 12.30 h

 


 

KOSTEN

  Theoretische und praktische Ausbildung mit 72 UE     1400 Euro  
  Prüfungsgebühr      50 Euro  
  Supervision / Assistenzbesuche          150 Euro
(plus evt. anfallende Fahrtkosten)
 
  Gesamt        1600 Euro  
  Optional: Eignungstest          50 Euro  

 

WO

 
Institut für Kynogogik® | Kuhlworth 35 | 25436 Neuendeich | 04122 8453183 | info (at) kynogogik.de 

 

UM DIE ANMELDEUNTERLAGEN RUNTERZULADEN KLICKEN SIE BITTE HIER
 

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